Generation Gold

Ausklang und Aufbruch: My Generation am 11. Dezember im Ringlokschuppen in Bielefeld

Podium Finale

Generation Gold geht weiter

Die große Abschlussveranstaltung zur ersten Förderrunde von Generation Gold war zugleich ein Aufbruch: Der erfolgreiche Beschäftigungspakt in Ostwestfalen-Lippe wird für weitere drei Jahre vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. „Das ist ein Ansporn, uns weiter verstärkt für über 50-Jährige einzusetzen und sie bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen“, sagt Gesamtkoordinatorin Anne-Meuer-Willuweit von der REGE mbH im Bielefelder Ringlokschuppen. Unter dem Motto „My Generation“ feierten hier rund 250 Gäste, ehemals Langzeitarbeitslose, Arbeitgeber, Projektpartner und Teilnehmer die bisherigen Ergebnisse von Generation Gold.

800 ältere Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit vermittelt

Podium 40Die Bilanz der vergangenen zwei Jahre kann sich sehen lassen: In OWL haben bislang 800 Menschen mit Hilfe von Generation Gold eine Arbeit gefunden, 100 weitere haben sich selbständig gemacht. Insgesamt sind in der Region rund 2.400 Personen aktiviert worden. OWL nimmt damit einen Spitzenplatz unter den 62 regionalen Beschäftigungspakten in Deutschland ein.

Zu dem Erfolg haben mehrere Faktoren beigetragen: Die Arbeitssuchenden sind in den 20 Teilprojekten intensiv und individuell durch die Berater betreut worden. Daneben gab es Gruppenangebote, in denen sich die Betroffenen gegenseitig unterstützt haben. Hinzu kam ein starkes Netzwerk und die gute Zusammenarbeit der regionalen Partner mit den ARGEn. Nicht zuletzt hat die hohe Motivation der Arbeitssuchenden selbst dazu beigetragen, dass viele den Weg zurück in den Beruf geschafft haben. Von den Verantwortlichen wird auch der große Freiraum innerhalb des Paktes gelobt. „Wir brauchen diese Freiheit in der Gestaltung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, sagt Hermann Josef Bentler von der ARGE Paderborn und erntet dafür großen Applaus.

Kleines Jobwunder und großes Vertrauen in die Regionen

Mit der Bundesinitiative „Perspektive 50plus“ hat das Arbeitsministerium großes Vertrauen Podium Paula 40in die Regionen gesetzt. „Wir haben darauf gebaut, dass die Regionen aus eigener Kraft Lösungen für den Abbau der Arbeitslosigkeit bei Älteren finden“, sagt Ministerialrat Martin Weiland. Dieses Vertrauen sei nicht enttäuscht worden. Die Ergebnisse der 62 regionalen Beschäftigungspakte haben alle Erwartungen übertroffen. Inzwischen ist es gelungen, die Beschäftigungsquote bei den 55- bis 65-Jährigen in Deutschland von unter 40 Prozent auf 52 Prozent zu steigern. Martin Weiland bezeichnet das als „kleines Jobwunder“. „Wir glauben daran, dass es möglich ist, Langzeitarbeitslose wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen und verfestigte Arbeitslosigkeit aufzubrechen.“

Die Initiative „Perspektive 50plus“ wird darum auch fortgesetzt: In den kommenden drei Jahren stellt das Ministerium für Arbeit und Soziales bundesweit 275 Millionen Euro zur Verfügung. Sieben Millionen Euro davon fließen in die Region OWL. Unter der Moderation der REGE ist es hier gelungen, einen gemeinsamen Projektantrag zu stellen. An der 2. Auflage von Generation Gold nehmen alle ARGEn im Regierungsbezirk Detmold sowie die Optionskommune Minden-Lübbecke teil.

Den Vortrag von Marion Vogt, FORBA Wien, finden Sie hier zum Download:

Die Situation von "älteren" Arbeitslosen und ihre Chance auf Reintegration in Beschäftigung

Hier der aktuelle Pressebericht der NW Bielefeld vom 15. Dezember 2007:

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