Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen Bundesministerium für Arbeit und Soziales
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Der Beschäftigungspakt

Wer älter als 50 Jahre ist, hat auf dem deutschen Arbeitsmarkt kaum noch Chancen. Im europäischen Vergleich gehen in Deutschland viel zu wenig ältere Menschen einer Beschäftigung nach. Dabei kann man mit Blick auf den demografischen Wandel auf das Wissen, Können und die Erfahrung Älterer eigentlich gar nicht verzichten.
Jeder vierte Arbeitslose in Ostwestfalen-Lippe gehört zur Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen mit ALG-II-Bezug. Bei den Trägern der Grundsicherung der Stadt Bielefeld, den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sind das über 10 000 Menschen. Bisher ist es mit den herkömmlichen Methoden nicht gelungen, die Betroffenen in nennenswerter Zahl wieder in Arbeit zu vermitteln. Die oft gewünschten – weil besser bezahlten - Industriearbeitsplätze stehen in dem Umfang nicht mehr zur Verfügung, Alternativen werden eher skeptisch angegangen und Arbeitgeber zeigen ihre Zurückhaltung Älteren gegenüber oft allzu deutlich.

Deshalb setzen die Teilprojekte unserer gemeinsamen Projektpartnerschaft, in der sich alle Träger der Grundsicherung der Region zusammengeschlossen haben, auf verschiedenen Feldern an.

  • Aussichtsreiche Beschäftigungsfelder mit Zukunftspotenzial werden in den Fokus genommen, damit genügend Vermittlungen stattfinden können.
  • Für Arbeitgeber werden Ansprachekonzepte bezogen auf die zu vermittelnde Zielgruppe eingesetzt und die Akquise-Strategien werden professionalisiert.
  • Neue Strategien zur kreativen Nutzung bestehender Integrationsinstrumente werden weiterentwickelt.
  • Ein Beratungskonzept zur Existenzgründung Älterer ist in der ersten Phase aufgebaut worden und wird eingesetzt.
  • Bestehende Vernetzungen werden genutzt und intensiviert, um alle Mittel zur Integration Älterer auszuschöpfen. Eine breite Unterstützung der arbeitmarktpolitischen Akteure wird gewährleistet.
  • Die Einbindung von Multiplikatoren aus Kammern, Verbänden und Initiativen sorgt für das Mainstreaming der Ergebnisse und fördert den Paradigmenwechsel.
  • Ein spezielles Qualifizierungsmodul für FallmanagerInnen und VermittlerInnen hat in der ersten Förderphase bereits den Umgang mit der Zielgruppe professionalisiert.
  • Querschnittsaufgaben sind zentralisiert und das Projekt wird professionell gesteuert und koordiniert.
  • Ein professionelles Marketing sorgt für die Breitenwirkung in der Öffentlichkeit.
  • Die Koordination und die Evaluation der Bundesebene bereiten die Ergebnisse auf und controllen die Zielerreichung.
  • Die unterschiedlichen Methoden werden auf ihre Wirksamkeit überprüft und als Benchmarks und Best-Practice weitergegeben.
  • Ergebnisse werden generalisiert und fließen in die Regelförderung der Region ein.

Ziele sind sowohl die (Re-)Integration Älterer in den Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern als auch die Arbeitgeberseite für die Einstellung Älterer zu sensibilisieren. Gleichzeitig soll die Vernetzung in der Region auf der Ebene der beteiligten Akteure verbessert werden. Dazu gehören sowohl die Bildungsträger, die sich mit dieser Zielgruppe aktiv auseinandersetzen, als auch die Verantwortlichen bei den Trägern der Grundsicherung, die über dieses Projekt die Chance nutzen können, gemeinsame Standards zu entwickeln.

Flyer zum Beschäftigungspakt GENERATION GOLD (pdf)



Gesamtkoordination Generation Gold • Anne Meuer-Willuweit • Westfalenweg 15 a • 32107 Bad Salzuflen • Fon + 49 (0) 5222.944207

GENERATION-GOLD ist ein gemeinsames Projekt der Träger der Grundsicherung im Regierungsbezirk Ostwestfalen-Lippe sowie in den Landkreisen Diepholz und Schaumburg