Potenziale für den Arbeitsmarkt - Generation Gold 50plus

Lipper Modell macht Schule

Fitness- und Ernährungskurse werden fester Bestandteil von GENERATION GOLD

Fitness- und Ernährungskurse sollen zum festen Bestandteil des Beschäftigungspaktes GENERATION GOLD werden. Der Kreis Lippe ist Vorreiter bei der Gesundheitsförderung und bietet bereits seit Mai 2009 kostenlose Kurse für ältere Langzeitarbeitslose an. Jetzt soll das präventive Angebot ausgeweitet und in ganz Ostwestfalen-Lippe eingeführt werden. Zur Zeit laufen Gespräche mit den Krankenkassen als Kooperationspartner.

Die Erfahrungen mit den neuen Gesundheitskursen im Kreis Lippe sind durchweg positiv. Wer seine körperliche Fitness verbessert, der steigert Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein – und erhöht damit auch seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bestätigt Projektleiterin Sonja Wolter vom Netzwerk Lippe. Seit Mai haben in Lippe rund 40 ältere Arbeitssuchende der Generation 50plus in ausgewählten Sportstudios kostenlos an den 12-wöchigen Präventionskursen teilgenommen. Sonja Wolter: „Die Kurse finden ergänzend zum Coaching statt. Die Resonanz bei den Teilnehmenden ist sehr gut, die meisten möchten weiter machen, am liebsten in der Gruppe.“ Das Besondere: Die Kassen übernehmen die Kosten zu 100 Prozent. Das Netzwerk Lippe kooperiert mit den vier großen Krankenkassen AOK, BARMER, DAK und IKK.

Eine Ausweitung des Modells auf ganz OWL wird auch von den Krankenkassen befürwortet. Langzeitarbeitslosigkeit führt häufig zu psychischen und physischen Erkrankungen, ältere Arbeitslose sind hier besonders betroffen. Die Kurse seien außerdem eine gute Möglichkeit, Versicherte zu erreichen, die sonst eher wenig für gesundheitliche Prävention tun. Auch GENERATION-GOLD-Gesamtkoordinatorin Anne Meuer-Willuweit verspricht sich von dem neuen Angebot einen deutlichen Motivationsschub. „Ich bin überzeugt, dass die Teilnehmenden mit einem geeigneten Training ihren Gesundheitszustand und ihre Leistungsfähigkeit verbessern und damit auch besser wieder in Arbeit vermittelt werden können.“


Vertreter von Krankenkassen, ARGEn und GENERATION GOLD planen, das Lipper Gesundheitsmodell auf ganz Ostwestfalen-Lippe auszuweiten.